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Tatort Elektrozaun

Mensch und Tier
Mensch und Tier

Tatort Elektrozaun

Mensch und Tier

Kinesiologin und Tiertelepathin Christine Gerber gibt mit diesem Beitrag einen Einblick in ihren Praxisalltag.

Hündin Ima* ist beim Zurückgehen zu ihrem Halter an einen Elektrozaun geraten. Nach diesem Erlebnis kommen die beiden in die Praxis, denn seither meidet sie Wiesen, und vor allem hat sie Angst vor ihrem Halter. Offenbar hat sie den Schmerz mit ihm und, wie ich anfangs dachte, dem Ort verknüpft. Ich spreche sie zuerst telepathisch zu ihrem Erlebnis mit dem Zaun an. Sie sagt, sie habe nicht verstanden, warum ihr Gewalt widerfahren sei. Weiter zeigt sie die Leine, an der sie angebunden war, als sie den Zaun berührte. Ich beschreibe das Bild. Der Halter, der eine negative Reaktion auf die (Schlepp-)Leine bemerkt hatte, war bereits mit einer neuen unterwegs. Dann fokussiert sie auf ihre Füsse und vermittelt das Gefühl von Wiesenboden. Ich verstehe, dass eine negative Prägung an ihren
Füssen mit der Bodenbeschaffenheit geschehen ist, also nicht mit dem Ort an sich. Der Halter bestätigt, dass die Hündin zwar auf Asphalt oder im Wald distanziert zu ihm ist, ansonsten aber kein Meideverhalten zeigt.
Ima, zuvor in einer Ecke der Praxis, gesellt sich in unsere Mitte – mit Sitzkissen haben wir Menschen es uns am Boden bequem gemacht. Zur Erinnerung: telepathische Informationen können auf verschiedenen »Kanälen« übertragen werden. Ich kann etwas hören (sie versteht nicht, wieso ihr Gewalt angetan wird), ich kann etwas sehen (Fokus auf die Füsse), spüren (Gefühl vom Wiesenboden) und etwas intuitiv erfassen (es hat eine Prägung an den Füssen stattgefunden).

Die Arbeit mit dem Hund

In einem ersten Schritt arbeite ich an ihren Füssen mit der Technik aus der Matrix Quantenheilung. Dadurch bewirken wir eine neue, positive Information im Energiefeld. Dann bitte ich sie, mir mehr zu ihr und ihrem Halter zu sagen. Sie sagt, dass sie eigentlich weiss, dass ihr der Halter nichts Böses will. Dann zeigt sie mir ein Bild von Nervenbahnen und ich kann nachvollziehen, dass sich dieses Erlebnis auf körperlicher Ebene über die Nerven gespeichert hat. Das heisst, sie reagiert jetzt reflexartig und kann nicht auf das Vertrauen zu ihrem Menschen zurückgreifen.
Da die Nerven durch die Wirbellöcher verlaufen, entscheide ich mich, über die Wirbel zu arbeiten. Dazu teste ich einen Wirbel nach dem anderen mit dem Arbeitsinstrument der Kinesiologie, dem Muskeltest. Da ich an der Hündin den Muskeltest nicht direkt anwenden kann, wird der Halter als »Surrogat«, also Stellvertreter oder Ersatz eingesetzt. Dieses Verfahren des Testens über eine andere Person wird auch bei Babys oder Menschen mit Bewegungseinschränkungen eingesetzt. Wir arbeiten uns also Wirbel für Wirbel vor, und wo sich eine Stressreaktion zeigt, gebe ich einen balancierenden, ausgleichenden Impuls mit der tibetanischen Acht aus der Technik »Touch for Health«.
Die Hündin, noch immer bei uns liegend, ist sehr ruhig und wirkt konzentriert. Sie arbeitet wunderbar mit. Dann erzählt sie, dass sie ihren Halter seit diesem Zwischenfall nicht mehr als Einheit wahrnehmen kann; der Kopf ist energetisch wie getrennt vom Rest des Körpers. Ihr Mensch bestätigt, dass er seither im Umgang mit ihr verunsichert ist. Er ist stark »im Kopf« und überlegt sich viel, da er keinen Fehler machen will. Was dann folgt, ergibt sich fast immer in Sitzungen mit Tieren: Ima hat eine Botschaft für ihren Menschen und informiert zu ihrer Aufgabe mit ihm. Sie sagt, dass die Dominanz der Kopfebene im Leben ihres Halters allgemein ein Thema ist und dass sie ihn unterstützen möchte, wieder ganz zu sich zu kommen – in seine Mitte, seine Einheit und zu seiner Intuition. Sie erklärt, dass er dies mit ihr üben kann. Der sichtlich berührte Zweibeiner bestätigt, dass er genau weiss, was sie meint.

Erste Erfolge bereits am ersten Tag

Zum Schluss weist mich die Hündin auf eine entstandene  Geräuschempfindlichkeit hin. Da die Ursache für den Schmerz für sie nicht nachvollziehbar ist/war, lebt sie seither in »Alarmbereitschaft«; es könnte plötzlich etwas Unerwartetes, Negatives geschehen. Es  genügt dabei nicht, ihr zu erzählen, was passiert ist, denn sie hat bei diesem Erlebnis eine Verletzungserinnerung gespeichert, an der wir in dieser ersten Sitzung bereits gearbeitet haben. Ihr Mensch erzählt, dass Ima neu auf Motorengeräusche reagiert und sich davor  auch draussen sicher bewegt hat. Ich beschliesse in dieser Sitzung nicht darauf einzugehen und stattdessen dem Halter zu empfehlen in zwei, drei Wochen wieder zu kommen.
Wenn Verbesserungen anstehen, haben wir natürlich den Wunsch, dass sie so schnell wie möglich geschehen sollen. In der kinesiologischen Arbeit setzen wir aber einen Prozess in Bewegung, und alles neu Gelernte braucht Zeit zur Integration. Es ist wie beim Autofahren: Wir lernen zu kuppeln und zu schalten. Bis wir aber fahren können, ohne an den Ablauf zu denken, müssen wir viele Wiederholungen tätigen. Wenn etwas integriert ist, ist es also automatisiert, und dafür braucht es Zeit....

Weiterlesen in Heft Nummer 41

Kontakt:
Christine Gerber Kinesiologie und Beratung für Mensch und Tier, Tiertelepathie Rütlistrasse 11, 3014 Bern, 031 331 71 44 www.kinesiologie-bern.ch, chg@kinesiologie-bern.ch
Christine Gerber ist Dipl. Kinesiologin IKBS, Dipl. Komplementär- Therapeutin OdA KTTC und Tiertelepathin und führt seit 2003 eine eigene Praxis.

 

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