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Alpine Heilkraft

Wege zur Heilung
Wege zur Heilung

Alpine Heilkraft

Wege zur Heilung

Die alpine Heillehre, wie die Kräuterweise Anneres Ebenkofler sie wieder entdeckt und durch Erfahrung und Intuition weiterentwickelt hat, fusst auf den Kräften der Natur, den natürlichen Rhythmen, Heilkräutern, regionalen Produkten uvm. Erfahren lässt sie sich am besten im Südtiroler Naturhotel Moosmair. »Heilen heute«-Autor Wulfing von Rohr liess sich darauf ein.

Ein Seitental im nördlichen Südtirol – auf 1340 m ü. M. ein Haus, das seit rund fünfhundert Jahren besteht. In der sechsten Generation wird hier, auf der »Sunnleitn «, der Sonnenseite der Alpen, dem Süden zugewandt, Gastwirtschaft, Hotel und Landwirtschaft  betrieben. Hier: das ist im kraftvollen Ahornach nahe des Naturparks Rieserferner, zwischen Felsmassiven und Wasserfällen, unter Zirben und anderen Hochgebirgsbäumen, bei bewirtschafteten Almen und nahe naturbelassener Wildnis.

Hier spürt man eine Kraft aus der Tiefe der Erde, aus der Höhe der Himmel. Hier fühlt man, wie sich die vier Elemente so verbinden, dass wieder Harmonie im Menschen einkehren kann. Dass sich sein körperlicher Organismus ausgleicht, dass Gemüt und Gefühle zur Ruhe kommen, dass die Seele auf die Stimmen der alten Göttinnen lauschen kann.

Gewachsen, nicht gemacht!

Wohl kein Wunder, dass, als 2003 die Frage eine Antwort forderte, ob man das alte Gasthaus mit Fremdenzimmern »zusperren» und die Landwirtschaft verpachten sollte, Anneres Ebenkofler und ihr Bruder Helmut entschieden, einen völligen Neuanfang zu wagen. Ein Neuanfang, der alles gewachsene und bewährte Alte bewahren, und doch den Menschen unserer Zeit eine einzigartige neue Erfahrung anbieten sollte. Die Erfahrung, dass Natur auch heute noch und wieder unmittelbar erlebbar ist. Dass Natur die wesentliche, oft wohl auch die einzige wahre Heilquelle ist – für Körper, Geist und Seele.

Ob das nun in Form von Arnika oder Johannisöl ist, als Kräutertee oder Obstwein, oder in anderen Naturmitteln zu Heilung und Vorbeugung. Damals hatte man in eher armen, dünn besiedelten Seitentälern, in denen die Menschen von der Hand in den Mund und
vor allem aus der eigenen Landwirtschaft und dem Hausgarten lebten, kein Geld für Doktoren und teure Medikamente. Was die Natur hervorbrachte, wurde genutzt. Und die Menschen wussten damals noch sehr viel besser, welche Heilwirkungen welche Kräuter und Früchte besitzen.

Anneres Ebenkoflers Tochter Sofie erzählt uns, wie sie neun Jahre alt war und der Opa ihr sagte, sie solle ihm zwei Flaschen Wein in den Stall bringen. Einige Tage danach berichtete er ganz stolz, dass die zwei kranken Kühe nun wieder gesund seien. Als im Gasthaus dann zwei Flaschen sehr teuren Weins fehlten, wurde nachgeforscht. Der Opa hatte sie den Kühen als »Heilwein« zu trinken gegeben. Und er sagte ganz schlicht: »Lieber 5000 Lira für die Kühe, als 40’000 Lira für den Tierarzt.«

Anneres Ebenkofler hat zeitlebens die alten Rezepte und Mixturen studiert, die Menschen auch ausserhalb ihrer unmittelbaren Familie befragt und deren Einsichten und Erfahrungsweisheiten notiert. Sie fühlte sich hingezogen zu einem Wissen um Gesundheit,  Vorbeugung und Heilung, das im Einklang mit Schöpfung, Natur und Mensch ist. Hier spürte sie einen Auftrag:
Dieses Wissen zu sammeln, zu erhalten und zu teilen. Zum Wohle der Menschen. Sie ist eine selten gspürige Kräuterweise und feinsinnige Gesprächspartnerin, eine liebevolle Frau und Mutter zweier Kinder, die im Haus auf fröhliche Weise mittun, und zugleich ist sie eine erfahrene geistige Lehrerin. Inzwischen ist sie so etwas wie die Botschafterin der drei »Alpengöttinnen« geworden, der drei Urmütter, die das Leben und die Gesundheit fördern, die Rhythmus und Inspiration geben, die eine urtümliche vorchristliche Re-ligio  verkörpern, also eine Rück-Verbindung des einzelnen Menschen mit der Ganzheit der Schöpfung.

Die drei Urmütter

In aller gebotenen Kürze einige Worte zu den drei Alpengöttinnen. Man mag da von einem »heidnischen « Ursprung sprechen, obwohl »keltische Weisheit« treffender wäre. Die drei »Bethen« oder »Beten« Wilbeth, Ambeth und Borbeth sind drei Göttinnen der Vegetation und darüber hinaus von und für noch viel mehr. Es sind drei Urkräfte, die drei grossen Zeiten des Jahres entsprechen: dem Frühling, dem Sommer und dem Winter.

Wilbeth »regiert« von Dezember bis April und ihr besonderer »Tag« ist Lichtmess. Ambeths Zeit ist von April bis August und ihr Tag ist die Sommersonnenwende. Borbeth bestimmt den Jahresrhythmus von August bis Dezember und ihr Tag ist Allerheiligen. Die weisse Wilbeth bringt neue Kraft, Aufbruch, den Samen, Entstehung, Zuversicht. Die rote Ambeth bringt Manifestation, Lebenskraft und Lebensfreude und volle Ernte. Die schwarze Borbeth bringt Rückzug, Besinnung, Vertiefung, Abschluss und Vollendung.

Diese drei Tage sind Zeiten, in der die Kraft der jeweiligen Urmutter besonders deutlich spürbar ist. Dazu gibt es drei weitere Tage als Schnittstellen oder Wendepunkte, wenn eine Alpengöttin von der nächsten »abgelöst« wird. Das sind diese drei speziellen Tage: der Hochfrautag am 15. August, die Rauhnacht vom 31. Dezember und der Walpurgistag am 1. Mai. Die drei Alpen-Göttinnen bzw. Urmütter bilden eine Trias wie die drei Nornen, die spinnen, flechten und auflösen. Wir finden eine solche Dreiheit bekanntlich auch im Hinduismus mit Brahma dem Schöpfer, Vishnu dem Erhalter und Shiva dem Auflöser.

Das Christentum hat eine Trias in der »heiligen Dreieinigkeit « übernommen. Und auch unsere drei keltischen Göttinnen wurden, da ihr Erbe einfach nicht ausgerottet werden konnte, als christliche »Heilige« neu »inkarniert«: Barbara, Katharina und Margarethe.

Weiterlesen im Heft Nummer 42...

Kontakt
Anneres Ebenkofler, Naturhotel Moosmair, Ahornach 44, I-39032 Sand in Taufers, Südtirol, Italien, Telefon +39 0474 678 046, info@moosmair.it, www.moosmair.it
TV-Sendungen
ARTE, Servus TV und SWR berichteten über Anneres Ebenkofler und das Naturhotel, abrufbar über die Webseite www.moosmair.it

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