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Seelensprache - Brücke zum anderen

Wege zur Heilung
Wege zur Heilung

Seelensprache - Brücke zum anderen

Wege zur Heilung

Sprache ist das uns vertraute Instrument, mit dem wir mit anderen Menschen in Verbindung treten. Was aber tun, wenn ein geliebter Mensch nicht mehr zu sprechen vermag und die Worte ausbleiben? Die Schweizer Psychologin Angelika U. Reutter zeigt in ihrem neuen Buch anhand zahlreicher Beispiele, dass die Seelensprache eine wundervolle Brücke zum anderen ist, die es möglich macht, auf unterschiedliche Weise Kontakt herzustellen.

Manchmal genügt ein einzelnes klares Wort, und wir fühlen uns geborgen. Über die Sprache verbinden wir uns mit anderen Menschen und durch das warmherzige Wort, begleitet von einem wohlwollenden Blick, fühlen wir uns nicht nur verstanden, sondern in unserem innersten Wesen erkannt.
Die Seelensprache ist eine Sprache von Herz zu Herz, die eine Begegnung auf vielfältige Weise zulässt. Sie überschreitet Sprachgrenzen und entzieht sich der Begrenztheit einer erlernten Sprache. Sie ermöglicht ein Sprachverständnis, das auf die eigene innere Stimme lauscht, um mit wachem Interesse die Schwingungen des Gegenübers wahrzunehmen: Dieses seelisch-geistige Potenzial, das in jedem Menschen angelegt ist, will entdeckt werden.

Die Seelensprache – das Verbindende zwischen den Menschen

Wir sind gerne gesprächig und reden über dies und das und über uns. Die Lautstärke der »Plapperlust« übertönt häufig alles Leise. Vor lauter Bäumen sieht man den Wald nicht mehr oder vor lauter Worten vergessen wir ihren Sinngehalt. Vielen Menschen kann es dabei ganz die Sprache verschlagen. Man fühlt sich von der Eloquenz der Redner eingeschüchtert oder ohnmächtig: »Was soll ich sagen, es nützt sowieso nichts!« Und: »Viele reden ununterbrochen, und niemand hört zu!«
Das aufmerksame Zuhören ist eine Seelenqualität, die von Herzen kommt. Dies braucht es besonders dann, wenn ein Mensch erkrankt ist und die gewohnten Worte ausbleiben. Doch manchmal fühlt man sich dem anderen gegenüber unsicher oder gar hilflos. Die aufmunternden Worte hören sich irgendwie falsch an, aber man mag sich die Unsicherheit nicht eingestehen. In diesen Momenten ist eine ganz andere Art der Begegnung gefragt – zu hören, was der andere nicht sagt. Die Seele und ihr sprachlicher Ausdruck ist das  verbindende zwischen den Menschen, weil es das Wesen des Menschen anrührt und die tieferen Gefühle angesprochen werden. Die Gedanken werden durch die Liebe erwärmt, die Seele öffnet das Tor zum Geistigen, und der schöpferische Wille bringt die Tatkraft
ins Bewusstsein. So findet das Ganzheitliche einen unmittelbaren und menschlichen Ausdruck, der erlaubt, Brücken zu bauen zwischen den Menschen. Die Seele fühlt die Würde des Menschen und wird die Kraft ihrer Worte für das Wohlergehen der Menschen einsetzen. Sie interessiert sich für das Schicksal des anderen, und sie findet die innere Stimme, die spricht, die sich wehrt oder schweigt. Die Seelensprache ist mehr als eine Achtsamkeitsschulung, weil es sich nicht nur um eine zu erlernende Verhaltensweise  handelt, sondern um eine erkenntnisreiche und wertfreie Wahrnehmung von andern Menschen oder der Situation,in der sie sich befinden.

Weiterlesen im Heft Nummer 42

Kontakt zur Autorin
www.angelikareutter.ch,
info@angelikareutter.ch,
Tel./Fax 044 910 36 03

Info
Die im Artikel erwähnten praktischen Übungen lassen sich weiter vertiefen auf der Homepage von Angelika Reuter (www.angelikareutter.ch) oder der des Scorpio Verlages, www.scorpio-verlag.de

Buchtipp
Angelika U. Reutter, Wenn die Worte fehlen – Von der Kraft der Seelensprache, Scorpio Verlag München, ISBN 978-3-95803-094-7, CHF 23.90/€16,99

Interview - Die Kraft der Seelensprache

Mit ihrem Buch will Angelika U. Reutter Menschen aus Isolation und Einsamkeit führen. Und auch Hilfestellung bieten für Angehörige und Betreuende von Alzheimer-Demenz-Patienten. Wulfing von Rohr sprach mit der Psychologin M.A. und Begründerin der Psychoenergie-Therapie®, die seit 25 Jahren als Therapeutin in eigener Praxis in Küsnacht/Zürich tätig ist.

Heilen heute: Wie sind Sie zum Thema »Seelensprache« gekommen?
Angelika U. Reuter: In meiner langjährigen journalistischen Tätigkeit und als Public-Relations-Beraterin hatte ich immer mit Sprache zu tun und dem grundlegenden Thema: Wie erreicht man den anderen Menschen? Was braucht es, um den Leser oder Konsument dort abzuholen, wo er sich befindet? Mir wurde die Kraft der Sprache und welche Brücken sie zwischen den Menschen bauen kann, aber auch ihre Manipulationskraft immer bewusster. Während meines Psychologiestudiums und meiner langjährigen therapeutischen Tätigkeit entdeckte ich die tiefe Wirkung der Worte, die aus der inneren Quelle, der Seele, des Menschen gefühlt und ausgesprochen werden.

Worin besteht die Wirkung, ja, die heilende Kraft der Worte und wie nutzen Sie diese therapeutisch?
Die heilende Kraft entsteht dadurch, dass sich das Wesen des Menschen angesprochen fühlt. Hierbei geht es nicht um die Eloquenz der Sprache, sondern um ehrliche Inhalte. Es sind wahrhaftige Seelenworte, die auf der Wahrnehmung des eigenen Selbst und des anderen Menschen beruhen. Um therapeutisch damit arbeiten zu können, entwickelte ich die Psychoenergie-Therapie, die mit wirksamen Methoden störende Muster und Verhaltensweisen ins Bewusstsein bringt und festgefahrene Überzeugungen wandelt.

Wenn man in drei Sätzen den Kern Ihres Buches beschreiben sollte – welche Sätze sind für Sie stimmig?
Die Seelensprache ist das Verbindende zwischen den Menschen, weil sie den ganzen Menschen unmittelbar anspricht. Die Seelensprache gibt der Seele eine Stimme, von A–Z, von der Akzeptanz bis zu Zivilcourage. Sie tröstet durch ihre Strahlkraft und erlöst aus kalter Einsamkeit, besonders, wenn ein geliebter Mensch erkrankt ist und sich nicht mehr in den gewohnten Worten ausdrücken kann.

Ein sehr anspruchsvolles Buch – an welche Menschen richtet es sich? Vor allem wohl Therapeuten?
Jeder kennt die Sprache des Herzens. Dabei geht es vor allen Dingen darum zu lernen, den anderen Menschen wahrzunehmen, ohne die eigene Bedürftigkeit in den Vordergrund zu stellen. Deshalb liegt es mir am Herzen, neben das übliche ABC, aus dem wir unsere
Sprache bilden, ein Seelen-ABC zu stellen. Der unverwechselbare Klang einer menschlichen Stimme prägt die Kraft und die Schönheit der Seelensprache. Es geht mir darum, dass wir lernen zuzuhören, in einer Welt, in der unablässig geredet wird. Und dass wir wach werden, wenn die Worte zu Waffen geschmiedet werden und es Mut braucht, diese »Machenschaften« zu erkennen und im Rahmen der eigenen Möglichkeiten zu handeln. Ich habe das Buch für alle Menschen geschrieben. Wer sich seelisch-geistig entwickeln will und sich bereit fühlt, dem alltäglichen und beruflichen Leben bewusst zu begegnen, findet Impulse und Beispiele, die ganz besonders dann helfen, wenn es gilt, einen Schicksalsschlag zu bewältigen: zum Beispiel, wenn ein Angehöriger an Demenz erkrankt. Für uns alle ist es sicher wichtig und ein grosser Gewinn, wieder vermehrt den zarten und leisen Tönen des Schweigens zu lauschen, die häufig im Alltagslärm untergehen.

Wie kann ein Laie bzw. ein Betroffener, der zum Beispiel einen Angehörigen oder Freund pflegt bzw. betreut, praktisch mit dem Buch arbeiten?
Es gibt zahlreiche praktische Beispiele im Buch. Und ich hoffe, dass diese den LeserInnen Mut machen, dem Leben zu vertrauen, denn in jedem Schicksalsgeschehen ist ein Entwicklungsschritt verborgen und damit ein tieferer Sinn, der, wenn wir ihn erkennen, den  Menschen geistig, seelisch und physisch stärkt.

Geben Sie Kurse oder Seminare zur Ausbildung, neben Ihrer Praxis mit Einzelsitzungen?
Die Weiterbildung in Psychoenergie als Wahrnehmungsschulung und die der Psychoenergie- Therapie für Menschen in helfenden und sozialen Berufen hat zum Ziel, die seelischen und geistigen Ressourcen des Menschen auszuschöpfen. In meinem letzten Buch »Plädoyer für die Seele« (Edition Erdenklang) habe ich die Methoden –  die auch für den Laien anwendbar sind – mit konkreten Übungen beschrieben.

 

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