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Nicht mehr die Rollstuhlgeschichte

Wege zur Heilung
Nicht mehr die Rollstuhlgeschichte

Wege zur Heilung

Nicht mehr die Rollstuhlgeschichte

Die Zürcherin Edith Gloor erhielt die niederschmetternde Diagnose »Querschnittlähmung«. Doch damit konnte und wollte sie sich nicht abfinden. Heute ist sie geheilt. Wulfing von Rohr sprach mit ihr über entscheidende Selbstheilungs- und Geistheilungskräfte und wie man sie aktiviert.

Edith Gloor, Autorin von Hörspielen, Theaterstücken und Filmdrehbüchern, die in Zürich und Wien wohnt, erleidet vor fünf Jahren quasi aus heiterem Himmel eine Querschnittslähmung. Eines morgens bricht sie zusammen − Einlieferung in das Wiener AKH, das Allgemeine Krankhaus. Die zunächst für die meisten sicher niederschmetterende Diagnose: »querschnittgelähmt«. Man gibt ihr eine Heilungschance von knapp fünf Prozent. Nur ein Jahr später
steht sie dennoch wieder selbstständig auf ihren Beinen. Wie das? Und welche Impulse und sogar Hoffnung kann sie anderen Menschen in ähnlich schweren Umständen geben?

In ihrem Buch »Holy Shit...« (das so heisst, weil das Zerreissen der Nervenstränge bei der Verrichtung auf der Toilette durch Vornüberbeugen bei brüchiger Wirbelsäule geschah) beschreibt sie, wie sie sich mit Gottes Hilfe, durch eigene geistige und körperliche Arbeit sowie durch die kompetente Unterstützung von Ärzten und Therapeuten heilen konnte. Ihr Bericht ist ein eindrucksvolles Plädoyer, sich einer Krankheit nicht zu unterwerfen, sondern darauf zu vertrauen, dass Heilung auf völlig unerwartete Weise eintreten kann.

Auf ihrer »Weltenreise« schöpft sie Kraft und Mut vor allem aus den Erkenntnissen der Neurologie sowie aus heilenden Bildern, Symbolen und Gleichnissen, die sie aus unserer zweitausendjährigen abendländischen Kulturgeschichte gewinnt. Ende August 2015 treffe ich Edith Gloor für ein Gespräch. Mich interessiert, welche Einsichten sie jetzt −  nach dem Erscheinen des Buches und in einigem Abstand zum akuten Geschehen der Lähmung und Heilung − gewonnen hat und was sie anderen Menschen vielleicht mitgeben kann.

Dabei macht sie zunächst darauf aufmerksam, dass sie auch heute noch «mit sich und an sich arbeiten« müsse. Für ihr Alter (Jahrgang 1942) sei sie sehr beweglich, meint sie. Sie könne sich gut bücken, könne stehen, solange sie möchte, die Balance halten, auch nur auf einem Bein stehen, sogar dreistündige Wanderungen machen – aber das sind für sie »nur« 98%! Denn sie kann noch nicht wieder »rennen« und sie spürt in den Beinen auch immer wieder ein Pieken und manchmal auch Zucken durch Reaktionen der immer noch weiter nachwachsenden Nerven. Bei dieser Arbeit helfen ihr eine Feldenkrais- und eine Physiotherapeutin.

Viele positive Rückmeldungen

Ich möchte von ihr wissen, welche Rückmeldungen es zu ihrem Bericht dieser »Wunderheilung« gab. Edith Gloor sagt, sie habe ausschliesslich positive Rückmeldungen und vor allem Dank erhalten für die vielen spirituellen Anregungen. Es gab nur eine »Ausnahme «: eine Person vermutete, dass sie sich ihr Life Event »schön geredet« hätte... Die Dankesschreiben beziehen sich vor allem darauf, dass ihr Bericht Menschen hilft, sich daran zu erinnern,

• inspiriert auf das eigene Leben zu schauen,

• offen auf ganz andere Themen des Lebens als bisher zu blicken,

• neue Zuversicht zu entwickeln und Ja zum Leben zu sagen.

Viele schreiben ihr, »Holy Shit...« sei eine Mutmacher-Geschichte....

Zuversicht und Selbstheilungskräfte sind wesentlich

Edith Gloor hat festgestellt, dass Zuversicht der zentrale Begriff ist. Die Zuversicht bezieht sich jedoch nicht auf den Stand der Heilung, sondern darauf, wie  man mit Leid, mit Schmerzen, mit Krankheit, mit plötzlicher Bedrohung für das gesamte bisher bekannte Leben, wie man sowohl mit körperlicher als auch mit seelischer Not umgeht.

Sie meint, sie könne zwar nichts direkt »beweisen«, aber ihre Erfahrung hat sie gelehrt, dass jeder Mensch seine Selbstheilungskräfte aktivieren kann. In einer Form von Religio, von Einstimmen und Öffnen und Sicheinlassen auf das innerste Göttliche in einem selbst, gelangt man in Kontakt mit der wahren Quelle von Heilung....

Weiterlesen im Heft Nummer 35

Das Buch

Die Autorin nimmt uns mit auf ihre einjährige Reise zur körperlichen wie seelischen Genesung. In eindringlichen Texten erfahren wir, welche schöpferischen und transformatorischen Möglichkeiten unser Gehirn uns schenken und wie das Zusammenspiel aus Hightech-Medizin, körperlicher Disziplin und mentaler Disposition ein medizinisches  Wunder bewirken kann. Ein Buch voll sprachlicher Leichtigkeit und Tiefe, das nicht nur an »Betroffene«, sondern auch an alle gerichtet ist, die auf der Suche sind nach seelischer Genesung und dem »aufrechten Gang«.

Edith Gloor: Holy Shit – Meine Weltenreise von der
Querschnittlähmung zum aufrechten Gang , 256 Seiten,
ISBN 978-3-95803-005-3, 17,99 € (D) / 18,50 € (A) / 25,90 CHF
Weitere Infos:
www.scorpio-verlag.de/default.asp?Menue=19&Autor=87.
Interview
Wulfing von Rohr hat mit Edith Gloor ein halbstündiges Internet-
TV-Gespräch geführt. Hier kann man es (kostenlos) ansehen und
anhören: www.welt-im-wandel.tv/video/heilung-von-querschnittslaehmung

Print Ausgabe: 
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