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Die Kraft der Alpen

Natur und Harmonie
Natur und Harmonie

Die Kraft der Alpen

Natur und Harmonie

Es ist Sommer. Der drückenden Hitze des Tieflandes zu entfliehen, dazu bietet sich die phantastische Bergwelt unserer Alpen geradezu an. In luftiger Höhe lässt es sich wunderbar durchatmen, seinen Platz zwischen Himmel und Erde finden und einnehmen. Erholung garantiert.

Im ersten Artikel der Reihe »Natur und Heilen« hatte ich die drei Begriffe Ordnung – Rhythmus – Harmonie angesprochen und wie segensreich diese für uns sind. Heute nehme ich Sie in die relative Wildnis unserer wundervollen Alpen mit. Relativ, weil wir uns dabei immer auf sicheren und für fast alle gut begehbaren Wegen bewegen.

Die Alpen – sie sind das natürliche Kraftzentrum Europas. In ihrem Herzen das Gotthardmassiv, eine kraft- und charaktervolle Region, gebaut aus Urgestein. Es erstreckt sich vom Bündnerland bis ins Wallis. Das Wasser seiner Flüsse bringt seine energetischen Qualitäten bis hinunter ans Meer. In ihren Alpenrandseen lässt sich dies an der Wasserqualität mit ihren hohen energetischen Werten erkennen. Emotos und Brauns Wasserkristallbilder zeigen dies auf eindrückliche Art und Weise. In den Sagen lesen wir von Höhlen,  reich an Schätzen, die nur den Naturwesen und dem »kleinen Volk« bekannt waren. Durch des Menschen Gier ging gar mancher Schatz verloren. Die wilden »Manndli« verstanden es, das Vieh der Sennen so zu überwintern, dass es im Frühjahr, wenn sie’s wieder zurückbrachten, besser beieinander war als am Ende des Alpsommers.

In vielen Sagen der Alpen dreht sich alles um das Verhältnis von Mensch und Natur. Selbst zu Zeiten, wo aus unserer heutigen Sicht der Mensch ein weit naturnaheres Leben lebte, war es mit dem Verständnis der Natur und ihrem Wesen nicht immer weit her. Eine Zeit lang liess sie sich wohl allerlei Frevel gefallen, dann aber wurde dieser ausgeglichen. So manche schöne Alp ging dadurch verloren, wurde vom Gletscher überdeckt oder durch einen Bergsturz verschüttet. Das berichten uns die Sagen.

Charakterstarke Bergwelt – charakterstarker Menschenschlag

Überall auf der Welt, wo hohe Berge und tiefe Täler sind, finden sich auch charakterstarke urige Menschenschläge. Die kleine und die grosse Natur, die innere und die äussere, hier wirken sie ganz stark zusammen. Die »Bergler« lassen sich nicht gerne von den »Unterländern« dreinreden, denn was verstehen die denn schon vom Leben und vom Existenzkampf im dreidimensionalen Raum, dem tagtäglichen Ausgesetztsein der Dynamik der Naturkräfte? Dies alles ist Grund genug, sich auf diese Welt der Berge und Täler, mit ihren Alpweiden und Firnen, ihrer Geschichten und ihrem Zauber einzulassen. 

Mit zunehmendem Aufschwung der zivilisatorischen Entwicklung und damit einhergehendem kulturellem Niedergang, ist das Kraftzentrum unseres Kontinentes mehr und mehr zu einem Ort geworden, wo das urbane und oftmals naturfremde Ego sein Vergnügen,
seine Grenzen zu finden sucht. So sehr wir all die faszinierenden technischen Pioniertaten feiern und nutzen, so sehr vergessen wir dabei, dass wir damit jedes Mal in einen hochsensiblen Lebensraum eingreifen. Wir alle sind herzlich willkommen diesen Lebensraum zu besuchen, zu bewohnen und uns auch zu Nutze zu machen, zweifellos. Das Problem dabei ist nur, wie wir es tun, und das nicht erst seit Neuem. Noch immer glauben wir, dass wir hier tun und lassen können, was uns gefällt. Damit tun wir niemandem einen Gefallen – jedes Pendel, das in Bewegung gesetzt wird, schwingt auch wieder zurück. Wie der grossartige  Naturforscher Viktor Schauberger richtig beobachtete: Die Natur kennt nur mittelbare Wege. So bleibt uns meist etwas Zeit, unsere zivilisatorischen Untaten erst einmal zu geniessen...

Vielleicht mag Ihnen, lieber Leser, liebe Leserin, der  Gedanke aufkommen, ich male schwarz? Lassen Sie sich einmal kurz all die Bilder vor Ihrem inneren Auge vorbeiziehen, von nicht enden wollenden Fahrzeugkolonnen, überfüllten Bergbahnen, Verkehrslärm am Pass in schönster alpiner Landschaft... Entspricht dies wirklich dem Wesen der Berge und ihrer Täler? Werden wir uns dessen erst einmal bewusst, werden wir uns jenen Dingen zuwenden, die uns schön, idyllisch und natürlich-wild erscheinen. In dem Mass uns all dies  bewusst wird, wird das Schöne und Stimmige dieses Lebensraumes unsere Beachtung an sich ziehen.

Die Kraft der Alpenwelt erleben für alle

Natürlich sind Bergwanderungen eine schöne Sache, gibt es so doch manchen wunderschönen Ort zu entdecken, an den wir anders kaum hin gelangt wären. Doch ist dies nicht Bedingung, will man sich dem Reiz der Bergwelt hingeben. Die Alpen sind voller  wunderschöner Aussichtspunkte, die mit Bahnen erschlossen  sind. Ich kenne beides, und beides möchte ich nicht missen. Nicht allen ist es vergönnt, im steilen und steinigen Gelände unterwegs zu sein und sich auf eigenen Beinen zu bewegen. So sind Orte wie beispielsweise die Aletsch Arena und auch andere barrierefrei, dh. die Aussichtspunkte sind rollstuhlgängig. Ist das nicht ein Segen, dass auch Menschen mit körperlichen Schwächen dem urbanen Umfeld entfliehen und die Schätze unserer Alpen auf sich einwirken lassen können?

Weiterlesen im Heft Nummer 38

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