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Integrationsarbeit

Theorie und Praxis
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Integrationsarbeit

Theorie und Praxis

Anouk Claes zeigt uns in diesem Beitrag anhand von Beispielen und Übungen, wie wir unsere Sensibilität dafür steigern können, besser zwischen Ego und Reptilienhirn unterscheiden zu können.

Viele Menschen kümmern sich in ihrer »Inneren Arbeit « um die eigene Vergangenheit. Aber auch der Anteil, die Welt oder die anderen Menschen im Inneren zu integrieren, sollte Beachtung finden. Dabei geht es vor allem darum, sich mehr mit den anderen verbunden zu fühlen. Sieht man dabei  Reaktionen von anderen Menschen aus der eigenen Vergangenheit aus der Perspektive des Reptilienhirns und nicht als vom Ego her kommend, kann das zu einem besseren Verständnis der anderen oder auch sich selbst führen.

Oft ist da die Aussage: »Ich möchte nicht so sein wie mein Vater (oder wie meine Mutter). « Stützt sich diese Aussage auf ein Erlebnis, das vom Reptilienhirn initiiert wurde, dann lassen sich derlei Ähnlichkeiten mit den Eltern nicht vermeiden, da wir alle dasselbe Reptilienhirn haben und nur vom Ego her einzigartig sind.

Die Mode eignet sich gut zum Üben

Innere Arbeit können Sie damit beginnen, indem Sie auf Ihre Glaubensstrukturen achten und schauen, wie und ob Sie darauf reagieren. Das setzt aber ein bestimmtes »Wissen« voraus. Diese Übung ist nicht gedacht für Menschen, die kein »Umfeld« haben. Genau gesehen haben wir alle ein solches, es gibt aber Menschen, die sich zum Beispiel über längere Zeit in der Natur zurückziehen oder keine Zeitung lesen, keine Nachrichten sehen und oder sehr abgelegen wohnen. Dann wäre diese Übung weniger geeignet.

Als Übungsbeispiel nehme ich die Mode. Da wissen viele bewusst, was aktuell getragen wird und tragen das auch. Das ist ideal fürs Reptilienhirn. Ich vermute, dass es in Bezug auf Kleidung jedem klar ist, was momentan nicht getragen wird. Wenn wir nun trotzdem so gekleidet das Haus verlassen, wird es für uns vermutlich nicht so einfach sein. Die Reaktionen, die wir dann spüren, entspringen dem Reptilienhirn. Ich persönlich würde nicht empfehlen, dies auszuprobieren, da der Gedanke daran oder die Visualisierung meist schon ein entsprechendes Gefühl auslösen. Die meisten schauen, was »in« ist und kleiden sich dementsprechend. Die Einzigartigkeit versuchen sie dann durch die Kombination der Dinge, die man im Moment trägt, zu erreichen. Und genau das ist das ideale Hand in Hand gehen von Ego und Reptilienhirn.

Reaktionen von Reptilienhirn und Ego auseinanderhalten

Ich bemerke oft, dass Reptilienhirn und Ego verwechselt werden. Am Beispiel der Vergangenheit und den dort möglichen Konflikten mit den Eltern, die vielfach ein zentrales Thema sind, möchte ich das hier darlegen. Man hatte vielleicht Mühe damit, dass die Mutter immer darauf achtete, dass man möglichst nicht auffällt oder dass man keine Dinge tut, die »man nicht macht«. Tat man dann doch etwas, was »man nicht macht«, wurde die Mutter wütend. Im Nachhinein wünscht man sich oft, man wäre bei der eigenen Entwicklung besser unterstützt worden. Berücksichtigen wir bei unserer Recherche auch, dass es früher zum Teil andere Glaubensstrukturen gab als heute...

Weiterlesen in Heft Nummer 38

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