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Heilen aus einem neuen Bewusstsein

Wege zur Heilung
Wege zur Heilung

Heilen aus einem neuen Bewusstsein

Wege zur Heilung

Es ist vielleicht das hervorstechendste Kriterium, das die gegenwärtige Transformation im Heilungswesen anzeigt: Die Betonung der Rolle, die das Bewusstsein im Heilungsprozess spielt. Wie einflussreich und nachhaltig wirksam die innere Einstellung des Menschen ist, zeigt Dr. Katarina Michel in ihrem Beitrag.

Wer sich ernsthaft mit Krankheit und Heilung auseinandersetzt, wird zu der Überzeugung gelangen: Heilung geschieht im Bewusstsein! Aufgrund dieser Einsicht muss auch alles Bemühen um nachhaltige Heilung auf der Ebene des Bewusstseins ansetzen. Nur wer das eigene Denken, Fühlen und Wollen verändert, wird auch die Faktoren beeinflussen können, die Krankheit auslösen. Wenn die inneren Voraussetzungenerfüllt sind, wird der Mensch Zugang zu einer neuen Dimension erlangen. Einer Dimension, auf der sich ein Universelles Heilungsfeld befindet.

Was ist ein Feld?

Es ist eine interessante Fussnote, dass das deutsche Wort »Feld« oder das englische »field« eine gemeinsame Wurzel im gotischen »vaggs« haben, das die Gebrüder Grimm in ihrem berühmten »Deutschen Wörterbuch« mit »Paradiesgarten« übersetzen. Diese Verknüpfung zwischen Feld und Paradies verdient, festgehalten zu werden!

In den frühen Ackerbau-Kulturen bezog sich das Wort »Feld« natürlich nur auf die Erde, die bebaut werden musste, um das Überleben zu gewährleisten. Den erweiterten Sinn als eine Art »Einfluss-Feld« bekam dieses alte Wort erst im Zeitalter der modernen Naturwissenschaften, vor allem in der Physik und in der Biologie. Heute kennen wir Magnetfelder, Gravitationsfelder, Quantenfelder und sogar Inflationsfelder; und, besonders bedeutsam, ein Nullpunktfeld. In der Biologie gewinnt das »Energie-Informationsfeld« immer mehr an Bedeutung sowie, als Nachklang zur Arbeit von Rupert Sheldrake, das »Morphische Feld«. Wobei Sheldrake sogar von einem »Feldgedächtnis« spricht. Allen genannten Begriffen – und vielen hier nicht genannten – ist eines gemeinsam: Sie beschreiben eine weitreichende Wirkung. Das früher klar bestimmte Feld wird abgelöst durch eine ausstrahlende  Wirklichkeit, die sich über eine lokale Begrenzung hinaus erstreckt.

Pioniere in der Medizin:
Larry Dossey und Klaus-Dieter Platsch

Es kann nicht verwundern, wenn diese Vorstellungen allmählich auch in der Medizin Anerkennung finden. Zu den Pionieren, die sich für eine transzendenzoffene Einstellung einsetzten, gehören vor allem der amerikanische Mediziner Larry Dossey sowie der deutsche Arzt Klaus-Dieter Platsch. Beide haben vermutlich nie voneinander gehört, kommen aber aufgrund ihrer Einsichten zu nahezu gleichlautenden Aussagen. Dossey formuliert es folgendermassen: »Eine der grössten Entdeckungen unseres Jahrhunderts – vielleicht aller Jahrhunderte – könnte die nichtlokale Verbundenheit der spektakulären Vielfalt von Wesenheiten sein, die unser Universum bilden. Diese Verbundenheit besteht und zeigt sich zwischen subatomaren Teilchen, mechanischen Systemen, Menschen und Maschinen, Menschen und Tieren und Menschen untereinander.

Wenn dieses nichtlokale Band zwischen Menschen wirkt, nennen wir es Liebe.
«1 Diese Liebe ist die Ermöglichung, warum überhaupt zwischen Menschen, etwa durch eine Heilbehandlung, Heilung erfolgen kann. Platsch spricht nicht von nichtlokaler Verbundenheit,
sondern explizit von einem »Heilungsfeld«. »
Heilung geschieht im Heilenden Feld – in einem grenzenlosen Meer der Möglichkeiten. … Sie sind eins mit allem im ganzen Universum. In einer Dimension jenseits aller sinnlichen Erfahrungsmöglichkeit. Das Heilende Feld ist kein Raum, denn es hat keinen Ort. Die Kraft, die letztendlich im Heilenden Feld wirkt – im Formlosen  wie in Form und Gestalt – können wir weder begreifen noch beschreiben. … Sich dem Heilenden Feld (zu) öffnen, bedeutet gleichsam das Herz (zu) öffnen.
«2 Um den Zugang zum »Heilungsfeld« zu finden, bedarf es bestimmter Voraussetzungen. Es geht dabei fast  ausschliesslich um eine innere Verwandlung, um das Anerkennen bestimmter Gesetzmässigkeiten.

Die Prämissen

Es gibt keine absoluten Grenzen für das Bewusstsein, nur Etappen auf dem Pfad. Fünf dieser Etappen oder Phasen bzw. Leitsätze möchte ich hier vorstellen.

1. Es gibt keinen Zufall

Wenn man sich die Mühe macht, einmal auf den alltäglichen Sprachgebrauch zu achten, dann wird sich unschwer zeigen, wie häufig Sätze fallen wie: »So ein Zufall!« – »Da hat aber jemand Pech/Glück gehabt!« – »Da war er zufällig zur rechten Zeit am rechten Ort.« –
»Wenn es nicht so unglücklich gelaufen wäre, gäbe es jetzt nicht das Problem.« Gibt es ein glaubwürdigeres Zeugnis für einen verborgenen Sinn im Dasein? Gerade im Umfeld von Krankheit und Genesung wird immer wieder davon gesprochen, welche tiefe Veränderung durch beides ausgelöst wurde. Wobei ich die verzweifelten Fragen nach dem scheinbar unerklärlichen und sinnlosen Tod einer 30-jährigen Mutter von drei Kindern hier nicht ausblenden will. Nicht in jedem Fall erschliesst sich der grosse Sinn in den irdischen  Ereignissen; und wer nicht bereit ist, sich mit dem Gedanken von Reinkarnation und Karma vertraut zu machen, der wird schwer mit dem »unerforschlichen göttlichen Ratschluss« zu kämpfen haben. Vieles, was sich im Umfeld von Krankheit und Heilung abspielt, trägt  seine Sinnhaftigkeit erkennbar in sich. Manches bleibt jedoch verborgen, weil nur wenige Begnadete den göttlichen Lebensplan eines Menschen ganz zu erschauen vermögen. Aber ihr Zeugnis sollte uns genügen, wenn sie glaubhaft versichern, dass hinter allem Gottes weiser Plan waltet!

2. Leid leitet

Im öffentlichen Bewusstsein, vor allem der westlichen Industriegesellschaften, ist nahezu vollständig die Einsicht verschwunden, dass ein Leiden, eine Krankheit möglicherweise eine »Botschaft« enthalten könnte. Es geht praktisch nur noch darum, das Leiden bzw. die Krankheit möglichst umgehend zu beseitigen. Schliesslich hindert sie die Erkrankten daran, optimal im System zu funktionieren. Dieses Vorgehen hat zweierlei Resultate zur Folge:
• Der unreflektierte Umgang mit Erkrankungen und die reine Symptombekämpfung  haben dazu geführt, dass Krankheiten nur »verschoben«, aber nicht mehr ergründet und von ihrer Ursache her behandelt werden.
• Immer mehr Menschen verspüren ein tiefes Unbehagen, weil ihre Krankheiten nicht mehr wirklich untersucht, sondern nur noch »weggedrückt« werden. Diese Vorgehensweise löst ernsthafte Zweifel am System aus und führt zu einer verstärkten Ausrichtung auf Alternative Heilweisen, vor allem, wenn sie den Menschen aus einer ganzheitlichen Perspektive betrachten.

Weiterlesen im Heft Nummer 38

Katarina Michel hat in Bratislava promoviert und mehrere Jahre als Moderatorin im tschechoslowakischen Fernsehen gearbeitet. Anschließend gründete sie in Prag das erste Bach-Center für den Vertrieb der englischen Bach-Blüten und zur Ausbildung von  qualifizierten Therapeuten. Sie lebt heute in München und am Bodensee und ist als Seminarleiterin und Buchautorin mit eigener Praxis in Konstanz tätig.
www.katarinamichel.com

Peter Michel befasst sich seit über vierzig Jahren mit dem Thema Heilung und hat im Aquamarin Verlag die Werke zahlreicher bedeutender Heiler(Innen) der letzten Jahrzehnte veröffentlicht. Zusammen mit Katarina Michel hat er drei Bücher über die Zukunft des
Heilens publiziert.

www.aquamarin-verlag.de

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