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Von Krebs und Wochenbettdepression...

Wege zur Heilung
Wege zur Heilung

Von Krebs und Wochenbettdepression...

Wege zur Heilung

In dieser Reihe zeigen Praxisberichte, wie Massnahmen in der Verbindung von Schulmedizin und komplementären Heilmethoden helfen können, die Heilung zu fördern.

Die eigene Entscheidung bringt den Erfolg?!

Was ich heute zunächst erzählen will, ist die Geschichte einer jungen Mutter von zwei kleinen Kindern, die mit der Diagnose »Lymphknotenkrebs« zu mir kam. Sie war bereits in einer komplementärmedizinisch ausgerichteten Klinik in Behandlung und zuvor natürlich auch voll und ganz schulmedizinisch am Kantonsspital abgeklärt und informiert worden. Die  Prognose war leider nicht sehr gut, vor allem sollte die Patientin eine Chemotherapie durchführen, die neben den bekannten Nebenwirkungen auch später zu schwereren Komplikationen würde führen können.

Die Entscheidung für sie war schwierig, speziell da sie ja noch zwei kleine Kinder hatte. Nachdem wir ein langes ausführliches Gespräch über die Vor- und Nachteile, die »Wenns und Abers«, gehalten hatten, entschied sich die Patientin für eine rein alternativmedizinische Behandlung unter schulmedizinischer Kontrolle des jeweiligen Zustands. Sie traf eine Entscheidung und fand dabei die »Macht«, ihr Leben neu zu organisieren. Hätte sie nur das gemacht, was andere ihr vorschlugen, dann wäre es nur eine Entscheidung gewesen, ohne selbst etwas zu machen – also »ohne selbst machen«, was einer Ohnmachtssituation gleichgekommen wäre. Das Wortspiel verdeutlicht klar, worauf ich hinaus will: Wir beide wussten, dass es keine 100-prozentige Sicherheit gibt, aber die Möglichkeit, die Selbstgenesung durch eine gezielte Entscheidung in die richtige Richtung zu stossen, wollte sie selbst versuchen. Anfänglich natürlich noch etwas ängstlich, aber mutig genug, ging sie ihren Weg. Die Therapie mit pflanzlichen und mineralischen Mitteln, das Wissen, dass in jeder körperlichen Krankheit auch ein Funke einer geistigen oder seelischen Ursache stecken kann, bedeutete, dass sie auf allen Ebenen nun an sich arbeiten musste, wenn sie wirklich gewinnen wollte. Sie musste ihr Immunsystem stärken, also hier ihr Selbstwertgefühl und ihren Platz im Leben wieder finden. Sie wusste zwar, dass sie eigentlich glückliche Mutter und Ehefrau war, aber bis anhin in der Rolle der angepassten Ehefrau und dienenden Mutter, ohne sich selbst einen eigenen Platz im Leben wirklich einzuräumen oder ihn auch einzufordern.

Die folgenden Monate zeigten erfreuliche Verbesserungen des Gesamtzustands aus klinischer Sicht.

Weiterlesen im Heft Nummer 38

Und es kommt dann doch ganz anders, als man wollte…

Stellen Sie sich eine schwangere, gesunde junge Frau vor, die als Pflegefachfrau auf einer Gebärabteilung arbeitet. Die Schwangerschaft läuft problemlos, es ist ein Wunschkind und der Geburtstermin ist da – sie liegt im Spital und ist am Warten. In der Schwangerschaft ging sie zur Akupunktur und Atemtherapie. Bei mir war sie früher in der Craniosacraltherapie wegen Migräne, die sie danach nicht mehr plagte. Dann geschah das, was man nicht kommen sah: sie bekam »Windwehen«! Das sind Wehen, die wie ein Sturm kommen und nicht mehr aufhören. Glücklicherweise war sie ja schon im Spital und die erfahrene Hebamme und der anwesende Arzt reagierten prompt und richtig – es kam zum Notkaiserschnitt, da bei Wind- oder Sturmwehen der Grund dafür meist eine sich zu frühzeitig lösende Plazenta zeigt. Das stellte sich hier auch als Ursache heraus.

Dieser schockartige Wechsel von »alles ist gut und ich freue mich auf meine erste eigene schöne Geburt« zu »was geschieht mit mir und meinem Kind, wenn…?« führte dann zu folgender Situation: Der Notkaiserschnitt musste unter Vollnarkose durchgeführt werden,  und als sie erwachte, waren weder das Baby noch ihr Ehemann anwesend, was sie als erneuten Schock empfand, was jedoch wegen der kritischen Umstände nicht anders möglich war. Die empathische Pflegefachfrau, die sie nach dem Aufwachen kontaktierte, erklärte  ihr zwar, dass mit Kind und Ehemann soweit alles in Ordnung sei, aber sie selbst fühlte sich in diesem Moment wie in einem »Horror- Film«: unfähig zu reagieren. Daraus entstanden fast augenblicklich massive Panikattacken und tiefe Ängste.

Im Spital sagte man ihr, dass sie an einem Babyblues, also an einer Wochenbettdepression leide. In dieser Depression und bei solchen Panikattacken war es der Frau nicht möglich, das kleine Baby zu sich zu nehmen oder es gar zu stillen – was für sie erneut  schrecklich war. Freude und schlechtes Gewissen wechselten sich im Wechselbad von Gefühlen gegenseitig ab. Der Ehemann war natürlich zutiefst traurig und selbst geschockt. Er und sie wussten noch von der ersten Behandlung in der Craniosacraltherapie, dass bei Kaiserschnitt wenn möglich immer eine Craniosacraltherapiesitzung anzuschliessen ist – so rief er mich an und erzählte mir die ganze Geschichte. Da sie schon am nächsten Tag das Spital verliess, vereinbarten wir sofort einen Termin für Baby und Mutter. Dann kam die Mutter aber alleine. Ich erkannte sie fast nicht mehr. Die lebensfrohe junge Frau war nur noch ein Schatten ihrer selbst. Und so beschloss ich mit ihrem Einverständnis statt einer Craniosacraltherapie eine Hypnose zu machen, um den massiven Panikattacken auf den Grund zu kommen und den Schock aufzulösen. Nach nur einer Sitzung war der Spuk vorbei!

Weiterlesen im Heft Nummer 38

Kontakt:
Praxis für Komplementärmedizin, Dr. med. Bruno Anderes,
9000 St.Gallen, Telefon 071 223 30 11, www.praxisfurkomplementarmedizin.com

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