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Die Natur kapieren – die Natur kopieren

Natur und Heilen
Natur und Heilen

Die Natur kapieren – die Natur kopieren

Natur und Heilen

Im aktuellen Beitrag dieser Artikelreihe zeigt der Autor Philippe Elsener, wie  wichtig das Erkennen des Wesentlichen und die Anwendung dieser Erkenntnisse sind. Dabei geht er auf die Schätze in unserer unmittelbaren natürlichen Umgebung ein, die uns jederzeit bei unserem energetischen Tun unterstützen können.

Der Titel dieses Beitrags ist zugleich ein Zitat des Österreichers Viktor Schauberger, der für viele bis heute noch unbekannt ist. In seinem Beruf als Förster hatte er anfangs des 20. Jahrhunderts noch reichlich Zeit, die von Menschenhand damals weitgehend unberührte Natur zu beobachten. Anfangs der zweitausender Jahre – ich war gerade dabei, mich zum Lebens-Energie- Berater Neue Homöopathie nach Erich Körbler ausbilden zu lassen – hörte ich erstmals von diesem Naturforscher. Sehr schnell faszinierte mich sein Werk und ich besuchte mehrere Seminare bei seinem Enkel Jörg Schauberger in Bad Ischl.
Je tiefer ich mich in die Schauberger’sche Materie begab, umso mehr wurden mir die Gemeinsamkeiten mit der Neuen Homöopathie bewusst. Sowohl die Natur wie auch Erich Körblers energetisches Heilverfahren arbeiten mit der Formenenergie. Im einen Fall lässt sich dies beispielsweise bei der Bachforelle erkennen, deren Form perfekt ihrem Lebensraum und ihrer Lebensweise angepasst ist. Im andern Fall sind es die geometrischen Figuren, die disharmonische energetische Aspekte auszugleichen vermögen.

Vom Erkennen zur Erkenntnis

In einem Brief an einen Freund beschreibt der Förster im Revier in Oberösterreich, wie er am Bach sitzend manchmal das Bewusstsein verlor und einnickte. Wieder erwacht bemerkte er, wie ihm Dinge und Zusammenhänge plötzlich klar waren, so als hätte ihm das Wasser dieses eingegeben. So habe er, schreibt er weiter, nach und nach gelernt, dem Wasser seine »Seele« zu übergeben und diese mit neuem Wissen angereichert zurück zu erlangen. Aus dem Erkennen wurden Erkenntnisse, die er auch praktisch umsetzte.
Heute wird Schaubergers Name meist mit der alternativen Wasserforschung assoziiert, was auch nicht falsch ist. Allerdings geht sein Werk weit über das Wasser hinaus. So ist auch heute, fast sechzig Jahre nach seinem Ableben vieles von ihm nicht zur Kenntnis genommen und damit Chancen verpasst worden, naturgerechte Anwendungen umzusetzen.
Er warnte schon damals: Das naturwidrige Handeln des Menschen könne zu nichts anderem als dem Zerfall von Gesundheit und Gesellschaft führen. So schrieb er es in seinem einzigen, im Jahr 1933 erschienenen Büchlein »Unsere sinnlose Arbeit«.
Wie so mancher, der Dinge erkannte, die dem Wissensstand seiner Zeit zu widersprechen schienen, wurde er nicht ernst genommen. Die Schicksale grossartiger und verkannter Menschen mit ihren aussergewöhnlichen Erkenntnissen gleichen sich oftmals. Wenige  amen mögen zur Illustration dienen: Giordano Bruno, Wilhelm Reich, Nikola Tesla, auch ein Paracelsus.
»Sieh die Dinge wie sie sind!« Dieser Satz geht auf den Staufer Friedrich II. (1194–1250) zurück – König, Kaiser, Kriegsherr und begnadeter Falkner. Nicht nur in seiner Welt des Mittelalters war das die Überlebensregel Nr. 1 für jeden Regenten, der sich auf seinem  hron
halten wollte. Ob mildtätig oder martialisch – ohne die Dinge und das ihnen Wesentliche zu schauen, ein schwieriges Unterfangen.
Das Wesen der Dinge, also das Wesentliche zu erkennen, das wäre auch in unserer modernen aufgeklärten Welt hoch aktuell. Betrachte ich die Welt rund um mich, so scheint es mir, nur wenige verstehen es. Woher denn auch? Weder Studien- noch Lehrfach, bleibt es den Autodidakten, den Privatgelehrten, den Sehenden vorbehalten, das Wesen der Dinge zu erkennen und zu ergründen. Es ist eine Frage der Resonanz, oftmals als Talent oder Gabe beschrieben. Dabei spielt auch das über Generationen angesammelte Erfahrungswissen, dass sich oftmals durch einen hohen Grad an Weisheit auszeichnet, eine wichtige Rolle. Im Fall der von den Griechen und Römern beschriebenen keltischen Druiden ist es bekannt, dass diese ihr Wissen nur mündlich überlieferten und in  jahrzehntelanger Ausbildung weitergaben.
Nichts Neues unter dem Himmel also? »Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe.« Dieses allgemein bekannte Bibelzitat bezieht sich ebenso darauf, dass das Wesentliche eigentlich offenbar ist, jedoch erfordert, es genau  wahrzunehmen. Wer die Natur beobachtet, wird nicht umhin kommen, festzustellen, dass sie kein »Entweder-Oder« sondern ausschliesslich ein »Sowohl-als-Auch« kennt. Alles was ist, basiert auf einem Verhältnis: plus und minus, weiblich und männlich. Allem ist  Geschlechtlichkeit inne, so eines der Hermetischen Prinzipien. Erst wenn sich beide zusammenfinden, werden sie zu einem Ganzen, zu einer bipolaren Einheit. Diese ist stets bestrebt, dynamisches Gleichgewicht beizubehalten. Kann dieses nicht aufrechterhalten  werden, gerät das System in Disharmonie. Das Ziel aller energetischen Heilverfahren ist, die Harmonie der Kräfte wiederzufinden und damit die Selbstheilungskräfte wieder wirksam werden zu lassen. Die Ausgeglichenheit lässt sich beispielsweise mit dem  inesiologischen Armtest oder in der Neuen Homöopathie mit der Einhandrute nachprüfen: stark/schwach, verträglich/unverträglich.

Weiterlesen im Heft Nummer 40.

Der Autor
Philippe Elsener ist dipl. Lebens-Energie-Berater, Naturenergetiker und Buchautor und wohnt in Thal/SG.
Mehr unter www.naturenergetik.ch

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