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Ein neues Jahr und neue Ziele

Workshop von Anouk Claes
Workshop von Anouk Claes

Ein neues Jahr und neue Ziele

Workshop von Anouk Claes

In diesem Beitrag beschäftigt sich Anouk Claes mit dem Jahreswechsel und den oft damit verbundenen Wünschen und Zielen. Und sie zeigt anhand von Übungen, wie wir Ziele und Ideen besser verwirklichen, uns verbundener fühlen und unseren Körper und die Umwelt besser spüren können.

Mit dem Jahreswechsel verbunden sind bei vielen Menschen ein Rückblick auf Vergangenes und ein Prognose für die Zukunft. In diesem Beitrag befasse ich mich deshalb mit den Themen Zeit und Ziele. Die Zeit lässt sich aus der Perspektive des Egos und der des Geistes betrachten. Das Ego hält sich an die Zeit, so wie sie im Kalender existiert. Das Ego hat ein bestimmtes Alter, es erlebt die Zeit linear, ein Tag folgt dem anderen. Das Ego lebt also nach der Uhr. Es kennt Ferienzeit, Arbeitszeit, Zeit für sich und noch vieles mehr.
Im Geist gibt es diese Art der Zeit nicht, da hat die Zeit eine andere Form. Eine Form, die man zwar oft fühlen kann, aber es ist schwierig, diese Zeit in Worte zu fassen. Man kann deswegen auch von einer inneren und einer äusseren Zeit sprechen. Die innere Zeit  entspräche der Zeit, die von der geistigen Ebene wahrgenommen wird.

Die innere Zeit verläuft also nicht so geradlinig wie die äussere Zeit. Die Dinge in unserem Inneren, die sich an der inneren Zeit orientieren, fügen sich auch oft nicht der äusseren Zeit. So kann es zum Beispiel geschehen, dass sich eine Inspiration nicht rechtzeitig zum äusseren Abgabetermin einstellt. Inspiration gehört zum geistigen Bereich. Diese innere Zeit lässt sich nicht vorhersagen, lässt sich genauso wenig kontrollieren wie die äussere Zeit und lässt sich nicht planen. Gute Ideen kommen also nicht unbedingt rechtzeitig, manchmal gar zur falschen Zeit.

Oft wünschen wir uns etwas Neues

Für das neue Jahr nimmt man sich häufig etwas Neues vor. Man plant gewisse Dinge und blickt zurück auf das alte Jahr mit der Überlegung, vielleicht einige Dinge nicht mehr zu machen. Man versucht sich Ziele zu setzen. Sehr oft gerät man dann unter Druck, wenn es im Inneren keine Idee gibt. Oft höre ich den Satz »Ich weiss nicht, was ich machen soll. Ich suche nach einem Ziel oder einer neuen Aufgabe, aber mir fällt nichts ein.« Die äussere Zeit ist sehr linear, und die Frage nach einem Ziel, einem Weg oder nach dem, was man tun sollte, entspricht einfach nicht der inneren Zeit, in der gestern und morgen nicht aufeinander folgen, sondern einfach schon vorhanden sind. Wenn man sich Gedanken über die Zukunft macht, sollte man der Zeit keine allzu grosse Rolle beimessen, da die äussere Zeit anderen Gesetzmässigkeiten folgt als die innere. Auch das Konzept »neu« gibt es auf der geistigen Ebene nicht.

Was in der äusseren Zeit noch vor uns liegt, ist im Inneren schon vorhanden. Was sich äusserlich bereits alles ereignet hat, ist ebenso im Inneren einfach da. Die innere Zeit lässt sich jedoch nicht so genau planen wie die äussere. Die innere Zeit ist fühlbar, äusserlich hat man ein gewisses sichtbares Alter, aber oft kann man das im Inneren nicht identisch fühlen. Manchmal fühlt man sich alt, aber dann fühlt man sich plötzlich auch wieder jung, das variiert sehr. Es gibt auch Menschen, die sich innerlich immer genau gleich alt fühlen.

Auch wie die Zeit vergeht, wird sehr unterschiedlich erlebt. Wenn einem etwas Spass macht, kann es sich anfühlen als würde die Zeit im Fluge vergehen. Ist man gelangweilt, können sich Minuten zu Stunden dehnen. Das sind Situationen, in denen die gefühlte Zeit und die äussere Zeit sehr weit auseinander liegen. Ich beschreibe das, weil besonders im Bezug auf Ideen, Ziele oder Wünsche zu oft erwartet wird, dass diese rechtzeitig zum Ferienbeginn oder zum neuen Jahr oder zu sonst einem äusseren Zeitpunkt eintreffen. Ziele, die einem bestimmten Bild entsprechen und auch einen genauen Weg beinhalten. Ziele halten sich nicht an vorbestimmte Zeiten, deswegen klappt es mit diesen Zielen oft nicht so, wie man sich es wünscht.

Im Rückblick ist man oft unzufrieden mit dem, was war, und man möchte noch mal etwas Neues oder etwas anderes erfahren als das Erlebte. Selbst wenn man mit dem, was war, ganz zufrieden ist, möchte man doch gerne etwas »Neues«. Die Idee vom »Neuen« wird zum Jahreswechsel besonders hervorgehoben. Ein Ziel oder eine Idee, die aus dem eigenen Inneren kommt, kann eigentlich nicht neu sein. Sie war immer schon da, da sich die Zeit im Inneren zwar auch ändert, aber auf eine andere Art. Die Zeit im Inneren könnte man auch als eher rund bezeichnen und die äussere als gerade. So ist es auch wichtig, die Ziele, Ideen oder Wünsche, die man immer mal wieder hatte, nicht als etwas »Altes« einzustufen. Oft sind dieselben Ideen ein Leben lang vorhanden. Vielleicht erinnert man sich an einige Ideen, die man als Kind schon hatte und die heute immer noch da sind...

Weiterlesen im Heft Nummer 40..

 

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