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Wer ist hier die Mutter?

Frage: 

Wenn ich meiner kleinen Tochter aus meiner Kindheit erzähle, fühlt es sich oft so an, als würde sie das kleine Mädchen in mir erkennen. Sie nimmt die Geschichten irgendwie sehr liebevoll auf, und ich habe den Eindruck, dass sie mich dann »niedlich« findet. Zum Teil sagt sie auch, dass sie es total herzig findet oder äussert voller Liebe Sätze wie »du bist immer ein bisschen anders«. Manchmal hinterlässt das bei mir auch ein Gefühl, oder besser gesagt, es entsteht für mich die Frage, wer ist hier eigentlich die Mutter. Also ich finde das einerseits sehr schön, andererseits frage ich mich aber auch, was passiert in dem Moment? Standen wir vielleicht in einem früheren Leben in einem anderen Verhältnis zueinander, das in solchen Augenblicken durchschimmert? Ist es einfach nur eine vertauschte Rolle? Besitzt sie ein ganz besonderes Einfühlungsvermögen? Können Sie mir mehr dazu sagen?

Antwort: 

Ich empfehle Ihnen, dieses Verhalten nicht in eine komplexere Glaubensstruktur einzubetten. Sie können davon ausgehen, dass Ihre Tochter ein natürliches Interesse an Ihnen als Mutter hat und das auf ihre eigene Art und Weise zum Beispiel durch Kommentare zeigt. Von der Ebene des Reptilienhirns (unserem ältesten Gehirnteil) her sind Sie ganz klar die Mutter. Was die geistige Ebene betrifft, sind viele verschiedene Glaubensstrukturen möglich, ich empfehle Ihnen mit einer endgültigen Interpretation noch zu warten.

Sie erwähnen im ersten Satz: »Es fühlt sich so an, als würde sie...«. Es gibt im eigentlichen Sinn kein »Gefühl« das ausdrückt, dass da etwas erkannt wird. Sie empfinden etwas, dann denken Sie etwas dazu und nehmen dann diesen Gedanke als »Gefühl« wahr. Ich gehe davon aus, dass dieses »liebevolle Aufnehmen« für viele Kinder normal ist. Kinder haben eine natürliche Neugier am Lernen. Es ist sehr empfehlenswert, diese Neugier zu fördern, indem man ihnen noch mehr Geschichten erzählt, wenn sie danach fragen. Ich würde auch noch nicht von einem besonderen Einfühlungsvermögen ausgehen, weil jeder Versuch, Ihre Tochter mit gewissen Eigenschaften zu belegen, auch eine Form der Einschränkung sein kann. Lassen Sie es noch so lange wie möglich offen, wie Ihre Tochter »ist«, dann hat sie vielmehr die Möglichkeit alles zu sein, was sie sich wünscht.

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