Können Schichtarbeiter partout nicht länger am Stück schlafen, lohnt sich der Versuch, den Schlafrhythmus umzustellen. Statt durchzuschlafen, könne man in Schichten ruhen, rät Brenscheidt. Konkret heisst das etwa: Man legt sich nach der Nachtschicht vier Stunden hin, steht zum Mittagessen auf und geht dann erneut wieder ins Bett. "Das hat ausserdem den Vorteil, dass man beim Mittagessen Zeit mit seiner Familie verbringt", sagt Brenscheidt.

Doch selbst wer durchschläft, erholt sich beim Tagschlaf weniger als beim Nachtschlaf. Beschäftigte schliefen tagsüber weniger tief - und wachten häufiger auf, sagt Brenscheidt. In der Folge bauen sie auch weniger Stress ab. Deswegen sei es sehr wichtig, zum Ausgleich Sport zu treiben. Mindestens zweimal pro Woche Sport sei Pflicht.

Viele Schichtarbeiter vernachlässigten es jedoch, regelmäßig zu trainieren. "Das ist auch verständlich. An vielen Vereinssportarten können sie wegen ihrer Arbeitszeiten nur eingeschränkt teilnehmen", sagt Brenscheidt. Eine gute Alternative sei, sich mit Kollegen, die ebenfalls Schicht arbeiten, zum Sport zu verabreden.

Schichtarbeiter haben zudem noch ein anderes Problem: Was für die meisten Beschäftigten selbstverständlich ist, ist bei ihnen oft nur die Ausnahme - gemeinsame Mahlzeiten mit den Kindern zum Beispiel. Denn sie sind häufig dann wach, wenn die Kinder schlafen und umgekehrt. Um den Anschluss in der Familie nicht zu verpassen, sollten Schichtarbeiter daher bewusst Familienzeiten einplanen, rät Brenscheidt.

Das kann zum Beispiel ein Ausflug an einem freien Wochenende sein. Die Familienzeit sollte dabei genauso ernst genommen werden wie Termine für den Job. Das heisst, es sollte nur im Notfall erlaubt sein, sie zu verschieben. Am besten werde sie deshalb - wie die Arbeitsschichten - in den Terminkalender eingetragen.

Quelle: n24